Pressemitteilungen Stadt Kurier

Pressemitteilung Stadt Kurier

 

Stadt Kurie, vom 4.03.2015

Bürgernitiative weiter kämpferisch: Klage gegen Windräder in Hoisten

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Quelle: http://www1.wi-paper.de/book/read/id/00018276DA81F5DD

Stadt - Kurier, vom 23.12.2014

Kaarst

Stadtrat beschließt erneut Resulotion gegen Bau eines Konverters in Kaarst

http://www1.wi-paper.de/book/read/id/000173D291926254

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Stadt - Kurier, vom 8.10.2014

Stadt Kurier, vom 21.09.2014

Kampf gegen Konverter

Neuss / Kaarst. Der Stromnetzbetreiber Amprion überprüft zurzeit mehrere Standorte für einen geplanten Doppelkonverter (wir berichteten). Unter anderem wird das Gelände zwischen den Ortsteilen Lanzerath, Grefrath, Bauerbahn und Büttgen ins Auge gefasst. Um den Bau der riesigen Anlage zu verhindern, wurde eine Bürgerinitiative gegründet. Sie hofft jetzt auf reichliche Unterstützung bei der Informationsveranstaltung zum Thema "Konverter" am kommenden Mittwoch, 24. September 18 bis 19:30 Uhr, in der Aula des Georg-Büchner-Gymnasium in Büttgen-Vorst, Am Holzbüttger Haus 1. Hier wird unter anderem ein Mitarbeiter der Firma Amprion Rede und Antwort stehen - und die Bürgerinitiative will ordentlich Flagge zeigen. Wer sie unterstützen möchte, sollte den Weg nach Vorst nicht scheuen.

Stadt Kurier, vom 24.08.2014

Stadt Kurier, vom 22.06.2014

Hoisten, wir haben ein Problem

Die Menschen im Neusser Süden fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Nicht nur Windkraftanlagen, die höher als der Kölner Dom sind, sollen nah ran an die Siedlung, sondern jetzt ist auch noch ein Extremstrom-Konverter geplant. Hoisten wir haben ein Problem …..

Von Frank Möll

Hoisten. Warum ausgerechnet wir? „Noch ist die Landschaft nicht verschandelt“, sagen viele Hoistener. Die FDP und CDU-Ratsherr Karl Heinz Baum sehen Anzeichen, dass die Stadtverwaltung Neuss dabei ist, die Position der Stadt Neuss gegen die Errichtung eines gesundheitsschädlichen Konverters zu schwächen. „Wie lehnen die Windräder vor Hoisten ebenso ab wie die monströsen Windstromumwandlungs-Anlage, genannt Konverter“, erklären Dr. Heinrich Köppen und Dr. Achim Rohde von der FDP, die sich mit CDU  Ratsherr Karl Heinz Baum einig sind:“ wenn sich der Beigeordneter Hölters auf CDU-Anweisung die Ausweisung einer Konverterstationsfläche für Windräder als Schutz gegenüber einem Konverter beruft, ist das eine Einladung für die Fa. Amprion, diese Fläche als geeignet für einen Konverter zu betrachten und mit der Stadt zu einem Deal zu kommen.“

Logisch: Ein Konverter sei lukrativer als zwei oder drei Windräder.

Viele Bürger in Hoisten fragen sich:“ Warum schwächt die Stadt den notwendigen Widerstand gegen den Konverter? Warum sagt der CDU-Bürgermeister nicht einfach: Der Konverter ist nicht möglich, weil zu nahe an der Wohnbebauung?“ Ein Problem….

Stadt - Kurier, vom 28.08.2013

Info zu "Pro-Erdkabel"

Reuschenberg. Die Bürgerinitiative  "Pro-Erdkabel-Neuss-Reuschenberg"  lädt alle interessierte Bürger/innen zu ihrer Veranstaltung ein.

Die Veranstaltung findet am Montag, den 2.September 2013, um 18:00 Uhr im Schulungsraum der Eissporthalle, Am Südpark, statt.

Wir werden dort den Kinofilm: "Das Leben mit der Energiewende – Wie sich die Energielandschaft verändert" von Frank Farenski, vorstellen.

Auch werden wir Fragen zum laufenden Verfahren diskutieren.

Die Firma „Schütz Energiekonzepte“, aus Düsseldorf, wurde auch eingeladen, um bei diesem Termin alle Fragen aus dem Bereich der Solar-Photovoltaikanlagen zu beantworten.

Die Fa. Schütz wird dort auch ein Solar-Modul aus- und vorstellen.

Stadt - Kurier, vom 13.06.2012

„Neusser Politiker stehen unter dem Einfluss der Großkonzerne“
Um die Energiewende so umzusetzen, wie die Bundesregierung sie angekündigt hat, ist ein massiver Ausbau des Stromnetzes nötig. Dazu müssen neue Stromleitungen gebaut werden, die im Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein.
von Thomas Broich

Neuss. Im Rhein-Kreis Neuss ist es die Hochspannungs-Freileitung von Osterath bis Gohrpunkt und von Gohrpunkt bis Rommerskirchen, die vielen besorgten Bürgern Kopfzerbrechen bereitet.
Die Neusser Bürgerinitiative „Pro Erdkabel“ kämpft bereits seit Jahren dafür, dass die Leitungen zumindest teilweise unter den Boden verbannt werden. In der vergangenen Woche hatte „Pro Erdkabel“ in die Reuschenberger Eissporthalle eingeladen, um über den Stand der Dinge zu informieren. Am heikelsten wird es in einem schmalen Bereich zwischen Reuschenberg und Holzheim. Dort soll die neue Stromleitung verlaufen – natürlich oberirdisch. „Das bedeutet ein deutlich erhöhtes Leukämierisiko für alle, die in unmittelbarer Nähe dieser Leitungen leben müssen“, so Willi Traut von der Initiative „Pro Erdkabel“. Die Bürgerinitiative sammelt deshalb aktuell Unterschriften, da die vermuteten Schäden durch elektromagnetische Felder verherend sein könnte. „Die durchschnittliche Belastung der Bewohner im beschriebenen Bereich liegt bei bis zu 16,5 Mikrotesla“, berichtet Traut. „Das mag nicht viel erscheinen, wenn man bedenkt, dass der deutsche Höchstwert bei 100 Mikrotesla liegt. Doch wenn man sich in anderen europäischen Ländern umsieht, schaut es ganz anders aus: In der Schweiz liegt der höchste zulässige Wert bei 1,0 Mikrotesla. In Italien bei 0,5, in den Niederlanden bei 0,4 und in Schweden sogar nur bei 0,2. Warum ist das so? Darüber kann man nur spekulieren.“ Würde die geplante 380-kV-Leitung unter die Erde zu verlegt, würde auch das Risiko minimiert, verspricht sich die Bürgerinitiative. Bis zum 10. Juli Zeit werden von „Pro Erdkabel“ Unterschriften gesammelt, dann wollen Traut und seine Mitstreiter sie der Bezirksregierung übergeben.
Am Montag konnte Traut eine erste Erfolgsmeldung verkünden: „Seit heute liegen die Planungsunterlagen offiziell aus. Ich habe natürlich sofort einen Blick darauf geworfen und habe erfreut festgestellt, dass man unseren Anregungen bereits beachtet hat. Die geplante Trasse ist jetzt deutlich weiter von Reuschenberg entfernt als ursprünglich geplant. Mit etwa 135 Metern Entfernung zur Wohnbebauung ist sie zwar immer von näher als das Gesetz erlaubt, aber weiter weg könnte man sie gar anlegen, dann hätten die Holzheimer das Problem.“ Doch das ist nur ein Teilerfolg, denn eine unterirdische Leitung bleibt weiter das Ziel der Initiative. Seit vergangener Woche hat Traut bereits über 300 Unterschriften gesammelt, und er ist optimistisch, dass er vor der Übergabe die 500er Marke knacken wird. „Ich werde von Haus zu Haus ziehen, doch wer will, kann auch bei mir zuhause an der Dahlienstraße 48b unterschreiben.“ Es läuft also gut für die Bürgerinitiative „Pro Erdkabel“, wenn auch nicht so gut wie bei vergleichbaren Initiativen in anderen Städten. Willi Traut: „Vertreter verschiedener politischer Richtungen wollen einfach nicht mit uns reden. Sie stehen zu sehr unter dem Einfluss der Großkonzerne. Wäre es Blödsinn, was ich hier erzähle, dann hätte uns doch wohl kaum die Bundesnetzagentur eingeladen, um mit uns zu reden.“


Immer unter Starkstrom

von Thomas Broich
Elektrischen Strom wollen wir alle, brauchen wir alle. Doch die damit verbundenen Begleiterscheinungen können nicht alle akzeptieren. Während die Mehrheit der Deutschen sich vermutlich über den Abschied von der Atomkraft freut, gibt es viele, die sich zum Beispiel über Windräder vor der Haustüre aufregen, von einer Verspargelung der Landschaft sprechen. Doch die Elektrizität, die weit vor der Küste von Wind und Gezeiten in Windparks und Offshore-Anlagen gewonnen wird, muss erst einmal über Stromleitungen ins Landesinnere gebracht werden.
Der Neubau der 380-kV-Höchstspannungsfreileitung Osterath-Gohrpunkt und Gohrpunkt-Rommerskirchen hat jedoch weit gravierendere Folgen als nur die „Verspargelung der Landschaft“, wie sie manche Windkraftrad-Gegner befürchten. Die Gesundheit vieler ist bedroht. Doch hier kann mit relativ geringem Aufwand von Seiten der Energie-Unternehmen Abhilfe geschaffen werden (siehe nebenstehenden Artikel).
Wer ist betroffen? Die Planunterlagen sind noch bis zum 10. Juli bei der Stadtverwaltung zur allgemeinen Einsichtnahme ausgelegt. Bis dahin können sich die Bürger über die Planung informieren und bis spätestens zwei Wochen nach Ablauf dieser Frist Einspruch erheben. Und viele sollten das tun!

Stadt - Kurier, vom 25.12.2011

Neuss investiert weiter in Windkraft

Neuss. Kurz nach dem Erwerb ihres ersten Windparkprojekts in Brandenburg hat die Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co.KG. an der die Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH mit rund zehn Prozent beteiligt ist, zwei weitere im Bau befindliche Windparks in Rheinland-Pfalz erworben. Die Projekte liegen in den Gemeinden Neuerkirch mit acht Enercon E-82 E2 Windkraftanlagen und Unzenberg mit fünf Vestas V 90 (Gridstreamer) Anlagen. Die künftige Gesamtleistung wird 28,4 Megawatt betragen. "Ich bin froh, dass die noch junge Gesellschaft Thüga Erneuerbare Energien die ersten Schritte gemacht hat. Auf dem Windmarkt gibt es eine Menge Projekte. Dennoch wird sehr sorgfältig geprüft, was ins Portfolio passt", so Stephan Lommetz, Geschäftsführer der Stadtwerke Neuss und Aufsichtsratsmitglied der Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co.KG.

Die Gesellschaft hat seit ihrem operativen Start im April 2011 über hundert Projekte in Deutschland geprüft. "Die Windparks Neuerkirch und Unzenberg haben uns wirtschaftlich unf technologisch überzeugt", betont Lommetz weiter.

 

Thüga Erneuerbare Energie GmbH & Co. KG

Der Windpark wird nach Fertigstellung eine Energiemenge erzeugen, mit der 17.800 Haushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr versorgt werden können. Die geplante jährliche Stromproduktion liegt bei circa 62,4 MillionenkWh. Jählich können durch den Windpark rund 50.000 Tonnen CO2-Emissionen im Vergleich zur Stromproduktion mit Steinkohlekraftwerken eingespart werden. Während die Thüga Errneuerbare Energien beim ersten Windparkprojekt in Biebersdorf vor Baubeginn eingestiegen ist, stehen auf dem Projektgebiet in Rheinland-Pfalz bereits die ersten Windtürme. Die Inbetriebnahme der Windparks ist für Ende 2011 geplant.

Stadt - Kurier, vom 06.11.2011

Bürgerinitiative "Pro - Erdkabel" bleibt auch weiterhin wachsam

Die Bürgerinitiative lädt zu einer Power Point Präsentation über den geplanten Netzausbau von Emden über Neuss-Reuschenberg bis Weißenthurm ein.
Es wird ein detaillierter Trassenbericht und die neusten Stromerzeugungs- und Stromspeichertechniken vorgestellt, ebenso der Jahresbericht vom Oktober 2010 bis Oktober 2011 über die Tätigkeiten der Bürgerinitiative.
Treffpunkt ist am Montag, den 07.11.2011, um 18:00 Uhr im Schulungsraum der Eissporthalle, Am Südpark, 41466 Neuss – Reuschenberg.

Im Anschluss stehen Willy Lohkamp (Kreistagsabgeordneter) und Willi Traut für Fragen zur Verfügung.

Aufnahme: Willi Traut

Am 19.Oktober 2011 fand bei der Bezirksregierung Düsseldorf das 1.Werkstattgespräch einer zukünftig häufiger stattfindenden Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Bürgerbeteiligung und förmliches Genehmigungsverfahren – Chance oder Blockade“ statt.

Auf Einladung der amtierenden Regierungspräsidentin Frau Anne Lütkes nahmen von unserer Bürgerinitiative Willi Traut und Helmut Thetard teil. Unter den rd. 100 Teilnehmern befanden sich mit der Kölner Regierungspräsidentin Frau Walsken und dem Vorgänger von Frau Lütkes als Regierungspräsident, Herrn Jürgen Büssow, noch weitere hochrangige Verwaltungsvertreter u.a. auch aus verschiedenen Ministerien.

Darüber hinaus waren viele Kommunikationsunternehmen vertreten, die natürlich auch für Bürgerinitiativen interessant sind, um deren Anliegen öffentlichkeitswirksam aufzuarbeiten.

Zu Beginn des Werkstattgesprächs erläuterte Frau Lütkes ihre Intention für solche Gespräche. Ihre Devise sei, durch intensive Kommunikation Bürgerinnen und Bürgern sowie Kommunen möglichst auf Augenhöhe zu begegnen und damit Akzeptanz für Entscheidungen der Bezirksregierung zu schaffen. In förmlichen Verfahren setze sie auf intensiven Dialog mit allen Beteiligten.

Stadt - Kurier, vom 28.9.2011

Bürgerinitiative Reuschenberg: „Neue Pläne sind nicht machbar“
Vor knapp einem Jahr hatte die Bürgerinitiative „Pro-Erdkabel-Reuschenberg" auf Einladung des Umweltministers NRW Johannes Remmel Gelegenheit, im Ministerium die Problematik des Baus einer weiteren 380-KV-Höchstspannungsfreileitung auf Neusser Gebiet vorzutragen. Doch der Kampf der BI ist seitdem noch lange nicht beendet.

Reuschenberg. Im Gegenteil: Neue Pläne der Stromriesen lassen die Mitglieder der Bürgerinitiative um Willi Traut, Dr. Heinrich Köppen, Dr. Achim Rohde und Helmut Thetard hellhörig werden: Die RWE-Tochter Amprion prüft gerade, ob es möglich ist, neue Leitungen auf bereits bestehende Masten zu montieren. Amprion will so Ökostrom aus Norddeutschland nach Süden transportieren.
Für die Reuschenberger Bürger, die grundsätzlich eine unterirdische Verlegung der Kabel verlangen, ist das natürlich nicht hinnehmbar. Sie fürchten eine Zunahme von Elektro-Smog und elektromagnetischen Feldern. Als Beispiel zur aktuellen Situation: In einem Haus in Trassennähe ist in sechs Meter Höhe eine Strahlung von 16,5 Mikrotesla gemessen worden. Das liegt noch unter dem deutschen Grenzwert, aber weit über dem schwedischen Grenzwert von 1,0 Mikrotesla und noch weiter über dem Schweizer Grenzwert von 0,2 Mikrotesla. Eine mögliche Zunahme dieses Wertes will die BI auf jeden Fall verhindern. Die Mitglieder der Bürgerinitiative "Pro-Erdkabel-Reuschenberg" bezweifeln darüber hinaus, dass es überhaupt möglich ist, eine 380-Tausend-Volt-Hochspannungsleitung auf die bereits vorhandenen, alten Masten zu setzen. Mit den Masten in Reuschenberg ist das nach Einschätzung der BI auf jeden Fall nicht zu machen. Die Leitungen wären einfach zu schwer. Laut Aussage von Amprion ist jedoch noch keine Entscheidung gefallen.

Anmerkung der BI:

Unsere Masten sind aus Thomasstahl gefertigt und diese sind im Münsterland zusammengebrochen.


220 KV Thomasstahlmast (mit 110 KV Freileitung) in Reuschenberg , nach der Verstärkung

Aufnahme: Willi Traut

Stadt - Kurier, vom 4.10.2010

 Pro-Erdkabel Reuschenberger zu Besuch im Ministerium

Neuss. In der vergangenen Woche hatte die Bürgerinitiative Pro-Erdkabel Reuschenberg auf Einladung des Umweltministers NRW Herr Johannes Remmel Gelegenheit, im Ministerium die Problematik des Baus einer weiteren 380-KV-Höchstspannungsfreileitung auf Neusser Gebiet vorzutragen.
In einem einstündigen, sehr sachlichen Gespräch konnten die Teilnehmer der Bürgerinitiative Willi Traut, Dr. Heinrich Köppen, Dr. Achim Rohde und Helmut Thetard, Minister Remmel und Staatssekretär Paschedag die kritische Situation in Reuschenberg ausführlich schildern. Die Bürgerinitiative machte anhand von Plänen und Bildern deutlich, dass sie in diesem schmalen unbebauten Korridor zwischen Reuschenberg und Holzheim eine Verlegung von Erdkabel als die einzig gangbare Lösung für diese zusätzliche Leitung sieht.
Dabei wurde auch beiderseits der Widerspruch deutlich gemacht, dass auf der einen Seite neueste Technologie zur Gewinnung regenerativer Energie eingesetzt wird, auf der anderen Seite aber zum Transport dieser Energie die älteste Technik, die Überlandleitung, dient.
Staatssekretär Paschedag wies auf die sehr rigiden bundesgesetzlichen Vorgaben hin, sicherte im Einvernehmen mit Minister Remmel aber zu, dass beide Seiten unter Einbezug der übrigen Bürgerinitiativen im Gespräch blieben.
Die Reuschenberger Bürgerinitiative wird am Montag, dem 8.11.10 um 18 Uhr in der Gaststätte, Elisabethstuben, Asternstraße 14, in Reuschenberg mit allen Interessierten die bisherigen Aktivitäten, die seit der großen Demonstration vor einem Jahr getätigt wurden, und das weitere Vorge
hen diskutieren.

 

Stadt Kurier, vom 31. 10.2009

 Ohne Erdkabel: Angst vor Energieverlust und Krebs

Von Michael Scheffler

Neuss

Der Maulwurf mit der roten Brille ist ihr Wappentier.Das putzige Tierchen arbeitet unterirdisch. Dorthin wollen gleich mehrere BürgerInitiativen in Neukirchen, Rommerskirchen und Neuss eine RWE-Stromkabel verbannen. Die RWE möchten den in den Offshore-Windparks an der Nordsee produzierten Strom von Emden nach Weißenthurm in Süddeutschland transportieren. Mit einem 30 Kilometer langen Trassenabschnitt von Osterrath über Kaarst, Neuss, Holzheim bis Rommerskirchen und Gohr. "Wir sind für dieses Vorhaben", stellt Willi Traut (CDU), Mitglied im Kreis-Planungsausschuss und Heinrich Köppen, Fraktionsvorsitzender der FDP im Neusser Stadtrat, zu dem RWE-Projekt. Was den beiden Initiatoren der Reuschenberger Bürger-Initiative "Pro Erdkabel" (sie haben schon 800 Unterschriften gesammelt) aber gar nicht gefällt: Nach dem Willen von RWE soll dieser Strom auf 57 Meter hohen Masten oberirdisch geleitet werden, parallel zur bereits bestehenden Trasse. Zwischen Reuschenberg und Holzheim besteht schon eine 70 Meter hohe 380-Kilovolt-Leitung. "Wir möchten, dass die neue Leitung unterirdisch nach der HGÜ (Hochspannungsgleichstromtechnikübertragung) verlegt wird und zwar nach den dem neusten Stand der Technik", fordern Traut und Köppen. Für sie ist die oberirdische Verlegung eineSteinzeit-Technologie, bei der zehn bis zwanzig Prozent Strom verloren geht. Ein Erdkabel verliert dagegen nur ein bis zwei Prozent. Auch das von RWE vorgebrachte Kostenargument wird bezweifelt. Der Konzern beziffert die Kosten für einen Kilometer oberirdisch verlegte Leitung mit 500.000 Euro, ein Kilometer Erdkabel solle 3 Millionen Euro kosten. Ein von der niedersächsischen Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten kommt dagegen auf ein Kostenverhältnis von eins zu zwei. Das wären dann bei einem Vier-Personen - Haushalt 3,85 Euro im Jahr Mehrkosten, wobei Niedersachsen bei viergenehmigten Erdkabel-Pilotprojekten es den Energieanbietern auch noch erlaubt, die Mehrkosten auf den Strompreis umzulegen. Professor Brakelmann von der Uni Duisburg-Essen kommt bei einem Kostenvergleich sogar zu dem Ergebnis, dass die Gesamtkosten für Erdkabel niedriger (oder nicht höher) liegen als für Freileitungen. Aber nicht nur ökonomischeArgumente zählen für "Pro Erdkabel". Die Angst vor Elektro-Smog und elektromagnetischen Feldern geht um. In Reuschenberg ist in einem Haus in Trassennähe in sechs Meter Höhe eine Strahlung von 16,5 Mikrotesla gemessen worden. Weit unter dem deutschen Grenzwert von 100 Mikrotesla, aber weit über dem schwedischen Grenzwert von 1,0 Mikrotesla und noch weiter über dem Schweizer Grenzwert von 0,2 Mikrotesla. In Neuss hat sich der Hauptausschuss für eine Verlegung von Erdkabeln für Frei- und Neuanlagen ausgesprochen und führt weitere Argumente wie den Schutz derVorranggebiete für Feldvögel und Wasserschutzgebiete sowie eine "Vermastung der Landschaft" an. Rückenwind für die Bürgerinitiative "Pro Erdkabel", die heute um 10:30 Uhr zu einem  Demonstrationszug vom Reuschenberger Kirmesplatz zur Wies Ecke Finkenstrasse / Dahlienstrasse aufruft.

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